Autorenblog

Mittwoch, 16. Mai 2018

Lesepröbchen Eiskalte Blicke - mitten ins Herz

Nachdem Lara sich von ihrem brutalen Ehemann befreit hat, konzentriert sie sich auf ihre Arbeit als Geschäftsführerin eines Restaurants in Silver Hill, Montana.
Joshua saß unschuldig im Gefängnis und wird nie wieder einem Menschen trauen. Als er auf Bewährung entlassen wird, nimmt er den von einem Freund vermittelten Job in der Küche eines Restaurants an.
Lara und Joshua - die arrogante kühle Geschäftsfrau und der verbitterte Bad Boy - prallen aufeinander. Geprägt von ihren Lebenserfahrungen, hassen sie sich, ohne sich wirklich zu kennen. Verbitterte Herzen prallen eiskalt aufeinander, bis sie sich zum ersten Mal berühren.
Als Laras Leben von einem Stalker bedroht wird und Joshua in Verdacht gerät, muss er sie beschützen und den wahren Verbrecher finden, um nicht selbst wieder unschuldig im Gefängnis zu landen ...


Eiskalte Blicke - mitten ins Herz

Nachdem Lara sich von ihrem brutalen Ehemann befreit hat, konzentriert sie sich auf ihre Arbeit als Geschäftsführerin eines Restaurants in Silver Hill, Montana.

Joshua saß unschuldig im Gefängnis und wird nie wieder einem Menschen trauen. Als er auf Bewährung entlassen wird, nimmt er den von einem Freund vermittelten Job in der Küche eines Restaurants an und macht sich daran, die Ranch seines Vaters wieder aufzubauen.

Lara und Joshua - die arrogante kühle Geschäftsfrau und der verbitterte Bad Boy und Cowboy, prallen aufeinander. Geprägt von ihren Lebenserfahrungen, hassen sie sich, ohne sich wirklich zu kennen. Verbitterte Herzen prallen eiskalt aufeinander, bis sie sich zum ersten Mal berühren.

Als Laras Leben von einem Stalker bedroht wird und Joshua in Verdacht gerät, muss er sie beschützen und den wahren Verbrecher finden, um nicht selbst wieder unschuldig im Gefängnis zu landen ...

 Bei Amazon bereits vorbestellbar

Vorschau im Verlag: 


Textpröbchen 


Als es an der Tür klopft, zuckt sie zusammen. Für eine Weile hat sie tatsächlich vergessen, dass dieser Typ heute kommt. Mist, sie hätte ihn lieber im Restaurant empfangen sollen, schließlich saß er jahrelang im Knast. Wer weiß, wie so einer reagiert, wenn er mit einer Frau allein in einem Raum ist.
Ja.“
Sie drückt die Schultern zurück und sieht über den Bildschirmrand nach vorne. Ihr Blick klebt wie hypnotisiert an der sich senkenden Klinke, und ihre Hände formen sich zu Fäusten, als die Tür aufgeht. Im Rahmen erscheint ein Mann, für den das Büro zu klein zu sein scheint. Er ist mindestens einen Kopf größer als sie. So riesig hat sie ihn nicht in Erinnerung. Er trägt die Haare militärisch kurz und zeigt keine Gefühle. Seine Mimik wirkt, im wahrsten Sinne des Wortes, wie in Stein gemeißelt. Es ist nicht mehr das Gesicht des trotzigen Jugendlichen, das sie auf den Fotos im Internet gesehen hat, sondern das eines Mannes. Breite Wangenknochen, der ausgeprägte Kiefer und ein spitzes Kinn lassen ihn dominant und hart wirken. Er hat sich nicht rasiert. Bartstoppeln entlang der Kinnkonturen. Kleine Falten in den Augenwinkeln und eine blasse Narbe auf der Wange zeugen von Lebenserfahrung. Aus tiefblauen Augen sieht er ihr direkt ins Gesicht. Sein Blick wirkt gleichgültig, als wenn die Situation für ihn keinerlei Bedeutung hätte.
Lara Miller?“, fragt er knapp mit tiefer, rauer Stimme.
Ja.“
Joshua Mason.“
Bitte.“ Sie deutet auf den Stuhl an der Wand gegenüber des Schreibtisches und zieht die Hand schnell wieder zurück. Warum zittern ihre Finger? Das ist doch nicht zu fassen?
Er nickt knapp, tritt ein und schließt die Tür hinter sich. Dann greift er mit einer Hand die Lehne des Stuhls, holt ihn heran und setzt sich. Seine Bewegungen sind von ruhiger Gelassenheit. Lara hat Zeit, ihn zu mustern und muss den Anreiz unterdrücken, aufzuspringen und rückwärts zu gehen, um möglichst viel Platz zwischen sich und diesen Mann zu bringen. Er ist wie ein Cowboy oder Farmer gekleidet, verwaschene Jeans, ein blaues Hemd, darüber eine gefütterte, ausgeblichene Jeansjacke, die offen steht, sodass die Konturen beeindruckend ausgeprägter Muskeln unter der Kleidung zu erkennen sind. Seine Schultern sind breit, vermutlich doppelt so breit wie ihre. Er schluckt, der Adamsapfels an seiner Kehle hüpft.
Sie kennt diese Typen. Lara ist selbst darauf reingefallen. Mit ihrer Kraft und rauen Dominanz beeindrucken sie jede Frau. Es kribbelt im Bauch, wenn so Einer Interesse zeigt. Heute weiß sie, dass man diesen Männern nicht trauen darf. Ein dummes Mädchen wie Betty weiß das noch nicht. Solche Kerle ziehen ihr Ding durch und wer dabei auf der Strecke bleibt, ist ihnen egal. Arthur ist verrückt, ihn anzustellen. Sobald der mitbekommen hat, wo die Tageseinnahmen aufbewahrt werden, wird er sie stehlen und abhauen. Da geht sie jede Wette ein.
Er ist ihr körperlich so extrem überlegen, dass sie absolut wehrlos wäre, würde er sie angreifen. Unwillkürlich hat sie den Drang, sich größer zu machen. Sie schiebt die Schultern nach hinten und streckt das Kinn vor.
Sie wissen, wer ich bin?“, fragt er lässig. Seine tiefe, raue Stimme, scheint Schwingungen durch den Raum zu schicken, die körperlich spürbar sind. Lara hebt den Kopf etwas höher und nickt. „Natürlich.“
Er lehnt sich zurück und neigt leicht das Gesicht, sodass er sie mit schrägem Blick mustern kann, was er auch ungeniert tut. „Arthur sagt, wir kennen uns aus unserer Kindheit.“
Nicht wirklich. Wir sind lediglich in die gleiche Schule gegangen.“
Er nickt knapp, und Laras Blick wird von seinen vollen Lippen angezogen, denn seine Mundwinkel zucken. Für einen Moment entdeckt sie die freche Arroganz in seiner Mimik, die er als Junge ständig aufgesetzt hat. Unwillig runzelt sie die Stirn. „Arthur sagte ...“, sie räuspert sich, „dass Sie ...äh ...“
Ich habe die letzten Jahre im Knast gesessen und brauche einen Job, Mrs. Miller.“ Er betont das Missis und ihren Namen provozierend ironisch. Frech. Arsch.

                                           (Urfassung vor Lektorat und Korrektorat)

Dienstag, 15. Mai 2018

Lese-Häppchen vom aktuellen Schreibtisch

soeben getippt - nicht lektoriert - nicht korrigiert

Viel Spaß beim reinlesen

Gut gelaunt fährt er in seine Wohnung, duscht und tauscht den Overall gegen schwarze Jeans und ein weißes Hemd.
Zwei Stunden später hat er sein Auto auf dem Parkplatz des Rosenclubs abgestellt und läuft zwei Stufen auf einmal nehmend die kurze Treppe zum Eingang hinauf.
Am langen Tresen des Foyers stehen Pascal und Kira. Tom händigt ihnen gerade einen Schlüssel aus.
Jack kennt das Paar bereits seit einer Weile. Wenn er Kira sieht, muss er unweigerlich schmunzeln. Bevor sie mit Pascal zusammenkam, hatten sie eine Session, besser gesagt, sie wollten eine haben. Kira bekam Panik und schrie ihr Safeword hinaus, ehe Jack sie nur mit den Fingerspitzen berührt hatte. Damals war er stinksauer gewesen, weil sie ihn als Versuchsobjekt ausgenutzt hatte, ohne vorher ehrlich darüber zu sprechen. Inzwischen können sie alle drei über diesen Abend lachen.
„Hi Jack!“ Kira strahlt, fällt ihm um den Hals und drückt ihm ein Küsschen auf die Wange.
„Hi, Süße. Gut siehst du aus.“
„Danke.“
Er begrüßt Pascal mit einem lockeren Schlag auf die Schulter und nickt Tom zu. „Wie gehts?“
„Bestens. Und dir?“
„Wird sich noch raus stellen. Mal sehen, was sich hier heute Abend so ergibt.“


Na, wer weiß, woran ich gerade schreibe?

Hier findet ihr die Auflösung : Programmvorschau Plaisir d'Amour



Sonntag, 6. Mai 2018

#metoo – mir platzt der Kragen


Ich bin Jahrgang 1962 und gehöre noch zu der Generation Frauen, die darum gekämpft hat, nicht Fräulein genannt zu werden.

Leicht irritiert verfolge ich nun seit dem letzten Jahr dieses seltsame  #Metoo Phänomen.

Hübsche Frauen beschweren sich, dass sie sich von alten hässlichen Männern haben anfassen lassen müssen, um Karriere zu machen und erwarten jetzt Mitleid und Verständnis????

Spinnt Ihr eigentlich?

Ich gehöre zu den Frauen, die nicht die Kröte geküsst haben, um in "den Adel" einzuheiraten. 
Ich gehöre zu den Frauen, die sich nicht anfassen lassen haben. 

Das musste man nämlich nicht! Man konnte sich wehren! Ja, das ging!!!
Ein einfaches „Lass das bitte“ reichte in der Regel und wenn nicht, sorgte ein kräftiger Tritt gegen das alternde männliche Schienbein für einen angemessenen Abstand.

Die, die wirklich gelitten haben, sind nicht die, die sich anfassen lassen haben, sondern die, die sich gewehrt haben, und dafür als "Zicken"  und "vertrocknete Schachteln" beschimpft wurden, und Nachteile im Job auf sich genommen haben! 
Die, die sich haben anfassen lassen, haben die Vorteile genossen, auf die die anderen verzichtet haben. Weibliche Solidarität? Wo war die? 

Mutige Frauen mussten sich Sprüche anhören wie:

„Stell dich nicht so an, sei ein bisschen nett, dann klappt das auch bei Dir“
„Wenn du auch immer so spröde bist, musst du dich nicht wundern ….“
„Kurzer Rock und die oberen Knöpfe der Bluse auf, dann wird das schon...“
„Nun lächele doch mal! …“
„Stell dich nicht so an, die anderen können das doch auch ….“

Schämt Euch, ihr #Metoo- Memmen, dass ihr den Mist mitgemacht habt.

Solange sich Frauen  mit High Heels künstlich laufunfähig machen,  haben sich auch kein Mitleid verdient, wenn sie nicht als lauffähig gelten.  
💪👿😈💪💪😈😈💥💥😈💪😈😈💥💥💥😈😈💪💪💥💥

PS:
Falls es jemanden irritiert, dass ausgerechnet eine Autorin "solcher" Bücher  so was schreibt, den kann ich beruhigen, in meinem Romanen treffen sich Mann und Frau auf Augenhöhe, um gemeinsam Spaß zu haben, auch wenn das in diesem Genre leider nicht die Regel ist.  Aber da fängt es doch an, oder?

2. PS
Da dieser Beitrag bereits kurz nach seiner Veröffentlichung für diverse Diskussionen gesorgt hat, noch ein kleiner Nachtrag, um  Missverständnissen vorzubeugen: Es geht hier um die #Metoo - Diskussion, nicht um Gewalt gegen Frauen.

Und für alle, die  es interessiert, gibt es auch hier noch einen interessanten Beitrag zum Thema:   https://www.zeit.de/kultur/2017-11/sexismus-metoo-sexuelle-uebergriffe-aussehen?utm_content=zeitde_redpost_zon_link_sf&wt_zmc=sm.int.zonaudev.facebook.ref.zeitde.redpost_zon.link.sf&utm_source=facebook_zonaudev_int&utm_medium=sm&utm_term=facebook_zonaudev_int&utm_campaign=ref


Freitag, 12. Januar 2018

So sieht's aus

ein nicht so ganz ernst zu nehmender Einblick 
in den Alltag
 einer gebeutelten und gestressten Autorin 

Tag 1
Ich habe eine Idee
WOW 
SOFORT AUFSCHREIBEN
DAS IST DIE IDEE DES JAHRHUNDERTS - WELTBESTSELLER - WIRD GARANTIERT VERFILMT

Tag 2 - x Entwicklungsphase
Plot basteln, Protagonisten kennenlernen, Ablauf festlegen, Expose schreiben
Autorin verbraucht siebenundachtzig Schmierpapierblöcke, träumt nachts von Protagonisten und abgebrochenen Bleistiften und  trinkt 5 Liter Kaffee pro Tag
Mitmenschen fragen Autorin, ob sie Drogen genommen hat, weil sie so "geistig abwesend" wirkt

Tag x - x Schreibphase 

SUPER - DIE SZENE IST DER KNALLER

Scheiße. die Charaktere stimmen nicht

PERFEKT - ICH LIEBE DIESEN PROTAGONISTEN
(kann mal jemand Lebensmittel einkaufen)

Mist, so sollte es eigentlich nicht weitergehen

HAPPY - DIESE WENDUNG WERDEN DIE LESERINNEN LIEBEN

pohhh manno, mein Kopf funktioniert heute nicht. das ist so eine scheiß Geschichte, die interessiert doch niemanden
(Die Wohnung sieht aus wie Sau, warum räumt niemand auf?)

WOW - DIESE SZENE IST MIR ABER MAL ECHT GELUNGEN
(Mist, ich habe nichts sauberes mehr anzuziehen. Wo steht noch mal die Waschmaschine in diesem Haus?)

Dieses Kapitel ist viel zu langweilig, das kann ich komplett in die Tonne kloppen

ENDLICH - FERTIG - AB INS LEKTORAT
(Oh, wow, die Jahreszeit hat sich geändert.)


Überarbeitung
eine Woche Schwanken zwischen :
"ich habe totalen Schrott geschrieben"  über - "geht ja" - bis - "okay, ist ganz gut."

ab ins Korrektorat

2. Überarbeitung
Autorin hat den Roman jetzt so oft gelesen, dass sie ihn total langweilig und öde findet.
Das will kein Mensch kaufen, es lohnt sich nicht, es zu veröffentlichen.  


Nacht vor der Veröffentlichung

oh mann, warum habe ich keinen normalen Beruf gewählt, dann könnte ich jetzt ruhig schlafen








Freitag, 24. November 2017

Antworten


Ein herzliches Hallo an alle Facebooker, die meinem Angebot gefolgt sind, und mich gefragt haben, was sie immer schon mal von mir wissen wollten:

1. Wann geht's mit den Carter Brüdern weiter?
Es wird zu jedem Carterbruder eine Geschichte geben, die nächste erscheint auf jeden Fall in 2018 :-) Das wird die Geschichte von Jason, Ihr dürft gespannt sein.

2. Wann kommt ein neues Buch von Dir?
Ich schreibe gerade an Hard & Heart 6, das auf der Verlagshomepage  fürs Frühjahr angekündigt ist.
(http://www.plaisirdamour.de/index.php/programm/vorschau?view=book&id=196)
 Aber vorher  ... Psssst .... noch streng geheim ... gibt's eine Weihnachtsüberraschung.

3. Wie schaut ein typischer Tag bei Dir aus?
Der Vormittag sieht fast immer gleich aus:
Ich stehe gegen 7 Uhr auf, füttere meine Pferde, füttere die Katzen,  fütt... nein ...  frühstücke mit meinem Kerl. Anschließend setze ich mich an meinen Laptop, schreibe ein paar Stunden und / oder erledige andere Schreibtischarbeiten.
Der Nachmittag ist immer anders. Siehe Frage 4

4. Was machst Du gern in Deiner Freizeit?
Ich wohne in einem kleinen Dorf, liebe die Natur und meine Ponys.  Da ich neben der Schreiberei auch mit Pferden und Reitern arbeite,  verbringe ich viel Zeit draußen, was ich sehr genieße.
Außerdem mache ich gerne Musik. Früher Gitarre/E-Gitarre,  dann mangels Zeit einige Jahre fast gar nicht, seit einigen Monaten "zelebriere" ich begeistert das Spiel auf der Ukulele mit Tendenz zu hochgradig süchtig.
Eine weitere wichtige Sache in meinem Leben ist die chinesische Kampfkunst Tai Chi, die ich regelmäßig übe, was mich ausgeglichen und zufrieden macht :-)
Natürlich liebe ich als echte Norddeutsche "Deern" die Nordsee und das Watt. Ein Tag am Meer ist wie ein ganzer Urlaub.
Und abends vor dem Einschlafen?  ... Wie sollte es anderes sein, ... ich lese natürlich.

PS zu Frage 3 und 4:
Aufmerksamen LeserInnen wird nicht entgangen sein, dass meine Tage ziemlich ausgefüllt sind und ... ja, richtig kombiniert, mein Haushalt ist nicht der gepflegteste ....

5. Wo holst Du Dir die guten Ideen her?
Ideen kommen ganz automatisch, oft während der Stallarbeit oder beim Waldspaziergang, oft auch beim Autofahren. Viele Ideen entstehen durch das aktuelle Zeitgeschehen. ich lese einen Artikel in einer Zeitschrift und habe dadurch eine Romanidee.  Manchmal habe ich auch Ideen, wenn ich Menschen beobachte, während Wartezeiten am Bahnhof oder Flughafen beispielsweise.
Das wichtigste bei Ideen ist, sie nicht wieder zu vergessen, deshalb tippe ich mir im Handy eine Notiz, sobald mir etwas einfällt. Wenn ich dann einen Roman plane, "wühle" ich in meinem Ideenpool und suche mir heraus, was ich verarbeiten will.


Und falls es jemand noch nicht weiß: Alles über meine Bücher findet Ihr auf
  www.liebelesenleben.de

Links zu meinen Aktivitäten mit Pferden, Reitern und Tai chi, sind hier zu finden:
www.bruns-vp.de



Mittwoch, 13. September 2017

Empfehlenswerter Ideenreichtum / Für alle, die schreiben oder es wollen

Ein Seminarbericht

Vor fünfzig Jahren hatten Autoren viel weniger Möglichkeiten, ihre Werke zu veröffentlichen, als heute in Zeiten des Ebooks, Selfpublishings und Drucks "on demand". Kleinverlage schießen wie Unkraut aus dem Boden und täglich werden Veröffentlichungen auf den Markt „geschleudert.“

Der Autor/ die Autorin droht, in der Masse unterzugehen, wenn er/sie nicht dafür sorgt, wahrgenommen zu werden, und die Basis hierfür ist, bestmögliche Qualität zu veröffentlichen.

Für Autoren gibt es keine Ausbildungsordnung wie in anderen Berufen, man fängt in der Regel einfach irgendwie an. Umso wichtiger ist die eigenverantwortliche Fortbildung.

Ich habe ein Seminar besucht, das ich für diese Zwecke dringend jedem Schreibfanatiker empfehlen kann.
Als Dozenten fungierten Thomas Finn, Boris Koch, Markus Heitz und Sina Beerwald, alles Autoren, die seit vielen Jahren bei den großen Publikumsverlagen erfolgreich ihre Bücher veröffentlichen und somit neben ihrem Fachwissen einen großen Erfahrungsschatz als Brancheninsider weitergeben können.

Neben Informationen rund um die Veröffentlichung und das Marketing wurde vor allem eins klar:
Das Wichtigste, um Erfolg zu haben ist solides Handwerk. Das Zweitwichtigste für den Erfolg ist, solides Handwerk anzuwenden und das Drittwichtigste ist Disziplin und Kontinuität.

Die Arbeitsweisen der Autoren variieren. So lieferten sich auch in diesem Seminar die Bauchschreiber ein höchst amüsantes „Gefecht“ mit den Plotkonstrukteuren. 
Jeder muss seinen eigenen, persönlich richtigen Weg finden, aber Voraussetzung hierfür ist: Umfassendes Wissen über bestmögliches Handwerk, denn egal ob aus dem Bauch heraus oder auf dem Papier konstruiert, wenn der Aufbau des Romans Mängel hat, ist er nicht lesenswert.

Die Dozenten gaben uns wertvolle Informationen über alles, was für Autoren wichtig ist. Es ging um Begriffe und Schlagworte, wie "Show it, don't tell it", um Stuktur und reisende Helden, um Figuren und Welten, dem Stellenwert der Genrezuordnung, der Recherche, dem Marketing, dem Anschreiben an Verlage, den berühmten Pitch und das aussagekräftige Exposé, um nur einige zu nennen.

Während der Pausenzeiten standen die Dozenten unermüdlich jedem Teilnehmer für individuelle Fragen zur Verfügung, was keinesfalls eine Selbstverständlichkeit ist.

Obwohl ich zu Beginn meiner Autorentätigkeit Fortbildungen absolviert habe und es gewohnt bin, autodidaktisch zu lernen und nun bereits hauptberuflich Romane veröffentliche, bot dieses Seminar mir einmal mehr wichtigen Input über meinen Beruf, das mich wieder ein gutes Stück weitergebracht hat.

Ich empfehle dieses Seminar jedem, der ernsthaft die Schreiberei zu seinem Beruf machen will. Die Inhalte, sowie das in jeder Weise sehr liebevoll gestaltete Drumherum der Gastgeberinnen waren absolute Spitze.

Vielen Dank an Sonja Rüther, Nicole Zöllner und alle anderen.


Im Internet ist dieses Seminar und zu finden unter:



***

Alles über meine Bücher finden Sie auf:

Samstag, 22. Juli 2017

Der Kampf ums Facebook Like

Liebe Kollegen / Kolleginnen, liebe Leser / Leserinnen, liebe Freunde beiderlei Geschlechtes

wir Schreiberlinge machen Werbung auf  Facebook, um Lesern und Leserinnen unsere Bücher zu zeigen. Und wir alle haben Existenzängste, denn das böse Facebook schränkt bekannterweise ständig die Reichweite ein, um uns alle zu ärgern. Also muss man sich doch gegenseitig alles liken, was nur zu liken geht, damit wir wenigstens das Gefühl haben, sichtbar zu sein, in dieser großen imaginären Internetwelt.

Bei mir sieht die Rechnung so aus:

Ich habe 951 Freunde (auf facebook, nicht in echt). Wenn die alle einmal am Tag etwas posten, muss ich 951 Posts lesen. Viele davon posten aber mehrmals, so komme ich locker auf gefühlte 2000 Posts.
Nebenbei habe ich noch ein paar interessante Seiten abonniert, auf denen auch regelmäßig etwas geschrieben wird und natürlich bin ich Mitglied in einigen Gruppen, von denen ich die Beiträge diverser anderer Mitglieder zu sehen bekomme.  Alles in allem müsste ich mehrere Stunden am Tag vor dem Facebookbildschirm verbringen, um alles zu sehen und zu liken, was auf meinem Monitor erscheint.

Hinzu kommt: Facebook merkt sich, was ich like und zeigt mir daraufhin die Informationen, von denen es aufgrund meiner vorherigen Likes annimmt, dass ich sie sehen möchte. Das ist Manipulation. Es verändert meine Sicht auf die Dinge der Welt.
Das finde ich doof, denn ich entscheide ganz gern selbst, was ich sehen und denken möchte.

Viele Freunde posten Informationen, die mich gar nicht interessieren, deswegen habe ich sie nicht mehr abonniert. Freunde von mir interessiert vielleicht gar nicht, was ich zu sagen habe, deswegen haben sie mich nicht abonniert. Vermutlich bin ich mit einigen Leuten "befreundet" und wir hören gegenseitig nichts voneinander, weil wir uns nicht abonniert haben, weil wir uns gar nicht füreinander interessieren.

Ganz schön tüddeliger Schwachsinn, das ganze System, oder?

Wenn ich also Eure Beiträge nicht kommentiere oder like, habe ich sie vermutlich ganz einfach nicht gesehen.

Ihr kennt das? Ihr postet genau aus dem Grund die gleichen Inhalte fünfzig mal am Tag? Damit ich sie auf jeden Fall zu Gesicht bekomme?

Euch habe ich eventuell nicht mehr abonniert, weil ich Eure immer gleichen Posts so oft gesehen habe, dass ich von meinen anderen Freunden kaum noch was auf den Bildschirm bekam.  Das war doof. Tut mir leid.

Schlussfolgerung?

Facebook  ist überlaufen.  Ich denke deswegen darüber nach, einen regelmäßigen Newsletter zu versenden. Bitte gebt mir doch mal in den Kommentaren oder per kurzer Mitteilung über meine Homepage www.liebelesenleben.de  ein Feedback darüber, ob Ihr gerne neues von mir per Email mitgeteilt bekommen würdet. Vielen Dank!

Liebe Leserinnen und Leser, wenn Ihr einen Roman gelesen habt, der Euch gefiel, bitte hinterlasst eine kurze Bewertung auf Eurem Kaufportal und erzählt im ganz normalen Leben euren echten Freunden von diesem Buch, wir Autoren danken es Euch.

Herzlichst

Sara-Maria Lukas