Sonntag, 30. April 2017

Aus Veichentränen, Reihe Cafe au lait 3


Klappentext

Christin, die Geschäftsführerin des Café Anderson in Bremen, hatte eine anscheinend perfekte Kindheit, sieht toll aus und alle mögen sie. 
Niemand kennt die echte Christin, die sich unter der Maske aus Disziplin gemixt mit Freundlichkeit verbirgt. 

Als ihr Lebensgefährte Leon sie betrügt, kann sie das Bild der emanzipierten, immer gelassenen Frau nicht mehr aufrechterhalten. Sie fällt in ein tiefes Loch, aus dem Luca, der Freund aus Kindertagen, sie mit ganz viel Liebe, Witz und einer gehörigen Portion Frechheit befreit.


Textschnispelchen

Er warf den Kopf in den Nacken und lachte. »Nein, Sadomasochismus erregt mich nicht und Laura auch nicht, aber dein Gebrüll vielleicht. Es wäre einen Versuch wert.«

»Du wirst mich nicht brüllen hören, also könntest du dich jetzt wieder neben mich setzen und mich von meinem Wein trinken lassen.«
Wieder ein freches Grinsen. »Nö. Sag mir erst deutlich und eindringlich, was du von dem hältst, was ich gerade tue.«
»Das habe ich doch bereits.«
»Nicht deutlich und eindringlich genug.«
Sie stöhnte genervt. »Luca, bitte.«
»Reicht noch nicht.«
»Luca!«
»Schon besser. Aber da geht noch mehr.«
Genervt stemmte sie die Hände gegen seine Brust. »Lass mich los. Komm schon, das ist wirklich albern.«
Er schüttelte den Kopf »Gib dir mehr Mühe und beeil dich, sonst könnte ich auf die Idee kommen, dich mal ordentlich durchzukitzeln.«
»Wehe! Lass mich! Verdammt! Sofort! Los!«
Lachend rollte er zur Seite und zog sie mit, sodass sie auf seinem Körper landete. Er küsste sie auf die Stirn. »Na also, geht doch.«
Nun musste sie auch kichern und boxte ihn gegen die Brust. »Du bist blöd.« Sie krabbelte von ihm hinunter und setzte sich wieder gesittet hin.
Er blieb halb hinter ihr liegen. Den Ellenbogen aufgestützt, den Kopf in die Hand gelegt, betrachtete er sie eingehend.
»Starr mich nicht so an.« Mürrisch drehte sie ihm den Rücken zu.
Feixend setzte er sich auf, lehnte sich gegen den Baumstamm und zog sie entschlossen zwischen seine Beine rückwärts dicht an seinen Körper. Was sollte das denn jetzt? Steif lehnte sie an seiner Brust.
»Chris, lass locker. Seit so vielen Jahren träume ich davon, dich in meinen Armen zu halten. Ich will das jetzt endlich ausgiebig tun.«
»Ich bin locker.«
Seufzend lehnte er seine Wange gegen ihren Hinterkopf. »Hör zu, Süße. Ich kenne dich, deine Mimik und deine Körpersprache. Ich kann dich lesen, Chris, viel besser, als du denkst.