Freitag, 23. Juni 2017

Vom aktuellen Schreibtisch

Unlektoriert!!! Wer Fehler findet, darf sich freuen!!!

„Okay, dann sag mir, worauf du stehst und wir machen uns eine angenehme gemeinsame Stunde in einem von Henrys feinen Spielzimmern.“
„Nein, danke.“
Tyler winkt ab. „Doch Hobby-Anfängerin und auch noch zu feige, es durchzuziehen. Fahr nach Hause, Mädchen. Ein Club wie dieser ist nichts für dich.“
„Nur weil ich kein Interesse an dir habe, heißt das nicht, dass ich ....“
Bevor sie den Satz zu Ende gefaucht hat, ist er aufgesprungen, hat sie an der Schulter gepackt und herumgeschleudert, was dank des drehbaren Barhockersitzes ein Kinderspiel ist. Sie stößt einen kurzen spitzen Schrecklaut aus, der ein Vibrieren in seinen Adern erzeugt. Was für ein herrliches, reines Aphrodisiakum für sein sadistisches Wesen.
Seine Hände landen rechts und links von ihr am Tresen und sein Gesicht direkt vor ihrem. „Du kannst ja nicht mal aussprechen, was du willst, also mäßige deinen Ton, Honey“, zischt er und registriert mit Vergnügen das Beben ihrer Unterlippe, als sie hektisch schluckt.

Es ist wie verhext, sie sollte jetzt wirklich definitiv aufhören, ihn noch weiter zu reizen, doch sie kann nicht. Sie denkt nicht mehr, weil sie so erregt ist, wie nie zuvor in ihrem Leben, weil alles in ihr zu ihm drängt, weil dieser Scheißkerl dem Typen aus ihren Phantasien entspricht und vor allem, weil ihr Gehirn vor lauter Begehren seine Tätigkeit eingestellt hat. Verflixtes, teuflisches Hormonchaos.
Er ist ihr so nah, dass sein Duft sie einlullt. Es ist nur eine sehr schwache Nuance irgendeines Parfüms oder Aftershaves, sondern vor allem purer maskuliner Körpergeruch, so persönlich und dicht, als läge sie im Bett unter ihm. Ihr Herz hämmert vor lauter Angst ganz oben im Hals, aber die Gier, ihm Respekt abzutrotzen, ist stärker.
Sie hebt das Kinn und zieht die Augen zu schmalen Schlitzen zusammen. „Ich stehe auf Fesseln und Schläge, doch vor allem“, sie packt ihm frech zwischen die Beine, „auf ausdauernd harten Schwanz in Vagina. Sollte der Ober-Wichtigtuer-Dom mit dem Begriff Ausdauer nicht überfordert sein, wäre ich ausnahmsweise mit einer Session einverstanden. Wohlgemerkt nur, weil es mich reizt, eins der Spielzimmer in diesem Club auszuprobieren, bevor ich mich entscheide, hier Mitglied zu werden.“
Innerlich vibrierend, aber äußerlich gespielt gelangweilt seufzend, lehnt sie sich lässig zurück. „Alternativen stehen ja heute leider nicht zur Verfügung.“
Seine Mundwinkel zucken und eine Sekunde lang erkennt sie in seiner Mimik Anerkennung. Der Triumph erzeugt ein herrliches, heißes Kribbeln auf ihrer Haut.
Dann legt der fiese Arsch den Kopf in den Nacken und lacht schallend.
Sie presst wütend die Hände auf seine Brust und will ihn wegschupsen, doch sein Körper weicht nicht einen Millimeter. Immer noch lachend greift er nach ihrem Handgelenk und zieht sie vom Barhocker. „Auf geht‘s, du kleine, freche Göre.“


Aus "Cool down, Püppchen"  Reihe Hard & Love 3

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Samstag, 10. Juni 2017

Der Tod kommt


Für alle, die jetzt erschrecken und sich fragen: Was ist los? … Pferd krank? Mensch krank? Katze überfahren? … oh je, der Tod!… was für eine Katastrophe ....

Beruhigt Euch, es ist herrlichster Sonnenschein, alle Pferde sind gut gelaunt und ich fahre heute der Liebe wegen in das schöne Timmendorf an der Ostsee.

Warum erschreckt uns das Wort Tot so sehr?
Jeden Tag sterben Menschen, Millionen von Nutztieren in Schlachthäusern, unsere Freunde, Hunde, Katzen, Pferde, Omas und Opas, Väter und Mütter … und die eine oder andere von meinem Kater erwischte Maus im Garten. Erst gestern habe ich wieder die Nachricht von einem plötzlich aus dem Leben gerissenen Menschen erfahren.

Der Tod ist normal und tagtäglich so gegenwärtig und präsent wie ein Becher Kaffee, ein Regenschauer oder die Mücke, die mich heute Nacht ins Bein gestochen hat. Und trotzdem benehmen wir uns, als wäre es anders, als wäre es eine außergewöhnliche Sache, wie ein Erbeben oder ein Meteoriteneinschlag.

Trotz Versicherungen, Fahrradhelmen, Altersvorsorge und Airbags im Auto … der Tod kommt, denn er gehört dazu, auch für uns Menschen im reichen Europa mit bester medizinischer Versorgung.

Der Tod ist gerecht, jeden erwischt es. Garantiert. Das Universum nimmt gleichgültig alles, Fliegen, Mücken, Mäuse, Schlachtferkel, Menschen. Wir sind da keinen Furz besonderer als Tiere oder wegen unseres Konsumdenkens verhungernder Straßenkinder in … na jedenfalls ganz weit weg.

Die einzig wichtige Frage sollte sein: Mit welchem Gefühl empfange ich ihn?
Sage ich schockiert: Was? Jetzt schon? Ich wollte doch noch so viel … und hätte ich gewusst, dass es so früh vorbei ist, hätte ich doch anders gelebt.
Oder kann ich sagen: Tod? Aha, also jetzt bin ich an der Reihe.? Okay … zum Glück war die Zeit, die ich hatte, gut. Ich hab sie genutzt und so gelebt, wie es mir gefiel. Also, was soll's. Bin ja mal gespannt, was jetzt kommt.

ICH WÜNSCHE EUCH ALLEN EINEN WUNDERSCHÖNEN TAG! GENIESST WAS IMMER IHR GENIESSEN WOLLT!

In meinem neuen Roman geht es übrigens auch um verpasste Chancen,
und natürlich um ganz viel Liebe, Humor, prickelnde Erotik und ein tolles Happy End.

Infos auf meiner Homepage: