Autorenblog

Freitag, 12. Januar 2018

So sieht's aus

ein nicht so ganz ernst zu nehmender Einblick 
in den Alltag
 einer gebeutelten und gestressten Autorin 

Tag 1
Ich habe eine Idee
WOW 
SOFORT AUFSCHREIBEN
DAS IST DIE IDEE DES JAHRHUNDERTS - WELTBESTSELLER - WIRD GARANTIERT VERFILMT

Tag 2 - x Entwicklungsphase
Plot basteln, Protagonisten kennenlernen, Ablauf festlegen, Expose schreiben
Autorin verbraucht siebenundachtzig Schmierpapierblöcke, träumt nachts von Protagonisten und abgebrochenen Bleistiften und  trinkt 5 Liter Kaffee pro Tag
Mitmenschen fragen Autorin, ob sie Drogen genommen hat, weil sie so "geistig abwesend" wirkt

Tag x - x Schreibphase 

SUPER - DIE SZENE IST DER KNALLER

Scheiße. die Charaktere stimmen nicht

PERFEKT - ICH LIEBE DIESEN PROTAGONISTEN
(kann mal jemand Lebensmittel einkaufen)

Mist, so sollte es eigentlich nicht weitergehen

HAPPY - DIESE WENDUNG WERDEN DIE LESERINNEN LIEBEN

pohhh manno, mein Kopf funktioniert heute nicht. das ist so eine scheiß Geschichte, die interessiert doch niemanden
(Die Wohnung sieht aus wie Sau, warum räumt niemand auf?)

WOW - DIESE SZENE IST MIR ABER MAL ECHT GELUNGEN
(Mist, ich habe nichts sauberes mehr anzuziehen. Wo steht noch mal die Waschmaschine in diesem Haus?)

Dieses Kapitel ist viel zu langweilig, das kann ich komplett in die Tonne kloppen

ENDLICH - FERTIG - AB INS LEKTORAT
(Oh, wow, die Jahreszeit hat sich geändert.)


Überarbeitung
eine Woche Schwanken zwischen :
"ich habe totalen Schrott geschrieben"  über - "geht ja" - bis - "okay, ist ganz gut."

ab ins Korrektorat

2. Überarbeitung
Autorin hat den Roman jetzt so oft gelesen, dass sie ihn total langweilig und öde findet.
Das will kein Mensch kaufen, es lohnt sich nicht, es zu veröffentlichen.  


Nacht vor der Veröffentlichung

oh mann, warum habe ich keinen normalen Beruf gewählt, dann könnte ich jetzt ruhig schlafen








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